Das neue Klauke Sicherheitsschneidgerät SC 105

27 Mai 2026
Das Sicherheitsschneidgerät SC 105 erfüllt besonders hohe Sicherheitsanforderungen für Schnitte bis 60 kV bei mehrphasigen Leitern und 110 kV bei Einzelleitern und sorgt mit Distanzmessung, patentierter Endlagenerkennung und Ø 105 mm Schneiddurchmesser für normgerechtes Arbeiten im Netzbetrieb. Zertifiziert nach GS-ET-23 durch die VDE unterstreicht unseren kompromisslosen Anspruch, Sicherheit messbar und prüfbar zu machen.

Ein Blick in die Stromunfall-Statistiken der BG ETEM zeigt: Trotz umfangreicher Regelwerke und hoher Sensibilisierung ereignet sich weiterhin jedes Jahr eine signifikante Zahl an Elektrounfällen, darunter auch solche mit schwerwiegenden oder tödlichen Folgen. Über die Ursachen lässt sich im Einzelfall spekulieren. Klar ist jedoch: Wirksame technische Gegenmaßnahmen bleiben ein zentrales Thema, insbesondere bei Arbeiten an oder in der Nähe unter Spannung stehender Anlagen.

Vor diesem Hintergrund haben wir bei Klauke gemeinsam mit Deutschlands größtem Netzbetreiber unser Portfolio gezielt erweitert. Unser Anspruch ist es, durch innovative Lösungen ein Höchstmaß an Sicherheit im Arbeitsalltag zu ermöglichen und diese Sicherheit durch die unabhängige Prüfstelle der VDE zertifizieren zu lassen. Die GS-ET-23 Zertifizierung ist für uns dabei nicht nur ein Qualitätsmerkmal, sondern Ausdruck unseres Selbstverständnisses: höchste Sicherheit ist der Klauke Standard.

Das Sicherheitsschneidgerät SC 105M/SC 105B ist für Sicherheitsschnitte bis 60 kV an mehrphasigen Leitern und Kabeln sowie an Einzelleitern bis 110 kV ausgelegt. Der maximale Schneiddurchmesser beträgt Ø 105 mm. Ein zentrales Element des Systems ist die Distanzmessungs-Fernbedienung: Sobald der vorgeschriebene Sicherheitsabstand von zehn Metern eingehalten wird, bestätigen vier grün leuchtende LEDs zuverlässig das Erreichen des Mindestsicherheitsabstands. Die Distanzmessung erfolgt über eine Bluetooth-Verbindung, deren Status ebenfalls visualisiert wird. Die hohe Reichweite sorgt dabei für Flexibilität im Einsatz.

Ein weiterer Baustein des Sicherheitskonzepts ist die patentierte Endlagenerkennung des Messers. Sie stellt sicher, dass der Schnitt vollständig ausgeführt wird. Unterstützt wird dies durch einen integrierten Reed-Sensor, der eine zuverlässige Schnitterkennung ermöglicht. Der aktuelle Messerlauf wird auf der Fernbedienung angezeigt, sodass kein direkter Blickkontakt zum Werkzeug erforderlich ist – ein Aspekt, der insbesondere bei unübersichtlichen Situationen relevant sein kann.

Auch die Energieversorgung ist in das Sicherheitskonzept eingebunden: Der Batteriestatus wird kontinuierlich überwacht, sodass ein unvollendeter Schnitt aufgrund mangelnder Kapazität vermieden wird. Das deutschsprachige Display erleichtert die Bedienung im Arbeitsalltag und reduziert potenzielle Fehlinterpretationen.

Neben den Sicherheitsfunktionen wurde auf Wartungsarmut geachtet. Ein regelmäßiger Öl-oder Schlauchwechsel ist nicht erforderlich. Wir geben einen Serviceintervall von drei Jahren oder 10.000 Schnitten an – ein Zeitraum, der gezielt auf die Anforderungen im Netzbetrieb abgestimmt ist.

Mit solchen technischen Lösungen zeigen wir, dass sich Arbeitssicherheit nicht allein überorganisatorische Maßnahmen definieren lässt. Gerade im Zuge des Netzausbaus und der zunehmenden Arbeiten an Bestandsanlagen rückt die werkzeugseitige Sicherheitsausstattung stärker in den Fokus. Entwicklungen wie SC 105 verdeutlichen unseren Anspruch, innovative Technik und praktische Anforderungen konsequent im Sinne eines höheren Schutzniveaus zu verbinden – geprüft, zertifiziert und auf hohe Sicherheit ausgelegt.

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