Ausbildungsberufe bei Klauke

Ausbildung bei der Gustav Klauke GmbH - Von Anfang an motiviert

Bei einem Unternehmen mit mehr als 450 Mitarbeitern am Standort Remscheid (900 Weltweit) von „familiären Strukturen“ zu sprechen, mag verwundern. Doch Jörg Hansmann, HR-Manager bei der Gustav Klauke GmbH in Remscheid, und Martin Schmulder, Ausbildungsleiter, betonen dies nachdrücklich. Zustimmung erhalten sie von mehreren Auszubildenden, die darüber hinaus viel Lob für ihren Arbeitgeber übrig haben. „Wir durften hier von Anfang an eigene Projekte übernehmen und mit den Facharbeitern gemeinsam arbeiten. Viele Auszubildende in anderen Unternehmen sind erst in speziellen Werkstätten tätig, um den Umgang mit Maschinen zu lernen und stellen dann Dinge her, die im Müll landen“, sagt Philipp-Pascal Ampf, der eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker absolviert. Marcel Przybilla, angehender Industriemechaniker, ergänzt: „Wir werden direkt mit einbezogen und bekommen Verantwortung. Das motiviert viel mehr.“ Die Projektarbeit bezieht sich nicht nur auf den Standort Remscheid: Gerade erst sind Marcel Przybilla und Artur Aspenleider, angehender Werkzeugmechaniker, aus der Slowakei zurückgekehrt. Drei Wochen lang arbeiteten sie im Austausch in Dolný Kubín und auch dort durften sie an eigenen Projekten arbeiten. Ebenso Gerrit Schwirblat: Der künftige Industriekaufmann war drei Wochen lang im Schwesterwerk im englischen Bungay und stellte ein dort erarbeitetes Projekt mit einem Außendienstmitarbeiter bei einem englischen Kunden vor. Ein Vertrauensbeweis, den Schwirblat zu schätzen weiß.

Vertrauen bringt die Gustav Klauke GmbH ihren Auszubildenden auch in anderer Hinsicht entgegen: Die Teilnahme an der Veranstaltung „Wirtschaft erleben“ wird seit drei Jahren von den Auszubildenden organisiert. Sie kümmern sich um Programm, Werksführungen und um das Catering für diesen Tag. Zudem gibt es weitere, feste Termine im Kalender der Auszubildenden: Etwa die Teilnahme an einer Ersthelferschulung, ein Business-Knigge-Kurs für die Auszubildenden oder das jährliche Frühstück mit dem Geschäftsführer. Von diesem direkter Austausch zwischen Chef und Auszubildenden profitieren beide Seiten.

Also alles eitel Sonnenschein bei der Gustav Klauke GmbH? Meistens schon. Natürlich gibt es auch mal Auszubildende, die Probleme in der Schule haben oder mit einem Kollegen nicht so gut klar kommen. Erste Anlaufstelle in diesem Fall sind die Ausbilder im Unternehmen. Weit über den normalen Rahmen und auch außerhalb der Arbeitszeit, stehen diese mit Rat und Tat zur Seite. In engen Kontakt mit den Schnittstellen wie z.B. Berufsschule, IHK und ggfs. Eltern, wird nach möglichen Lösungen und Hilfen gesucht um frühzeitig und schnell zu reagieren. Bei schulischen Problemen werden – je nach Bedarf – Stütz- und Förderunterricht oder werksinterne Prüfungsvorbereitungen angeboten. „Wir versuchen vor allem zu fördern, dass sich die Auszubildenden untereinander und gegenseitig helfen“, betont Martin Schmulder. Auch das mache die familiäre Struktur aus – man hilft sich gegenseitig.
 

Quelle: Bergische Wirtschaft, Ausgabe 10-2014