Quetschkabelschuhe nach DIN 46234: für Schaltschränke & Co.

Auch Quetschkabelschuhe nach DIN 46234 unterliegen den Vorgaben der Norm in puncto Anwendungsbereich, Abmessungen und Kennzeichnung. Anwendung finden Quetschkabelschuhe in der Verpressung mit mehr-, fein- und feinstdrähtigen Leitern. Allerdings eignen sich Quetschkabelschuhe nach DIN 46234 nicht für eindrähtige Massivleiter - im Gegensatz zu Presskabelschuhen nach DIN 46235.

Die Leiter-Nennquerschnitte von Quetschkabelschuhen nach DIN reichen von 0,5 mm² bis 240 mm²; die Bohrungsdurchmesser für die Anschlussbolzen von M2 bis M16. Verwendung finden Quetschkabelschuhe zum Beispiel im Schaltschrankbau oder auch im Bau von Schienenfahrzeugen. Im Wesentlichen bestehen Quetschkabelschuhe wie Press- und Rohrkabelschuhe aus Elektrolyt-Kupfer.

Für die Fertigung wird allerdings ein anderes Ausgangsmaterial verwendet: Während die Herstellung von Presskabelschuhen aus Rohren erfolgt, werden Quetschkabelschuhe aus Kupferblechen hergestellt. Dadurch weisen sie konstruktionsbedingt eine charakteristische Lötnaht auf, da sie aus dem Blechstück rundgebogen und verlötet werden.

Die Qualität der Lötnaht ist für das Pressergebnis entscheidend. Bei qualitativ minderwertigen Lötnähten besteht die Gefahr, dass sich diese während der Pressung öffnen. Im Gegensatz zum Presskabelschuh nach 46235 werden Quetschkabelschuhe nicht mit einer Sechskantpressung, sondern ausschließlich mit einer Dornpressung verarbeitet. Hierfür stehen Ihnen bei Klauke verschiedene Werkzeuge zur Auswahl. Die entsprechende Werkzeugempfehlung können Sie im Katalog am jeweiligen Ende des Kapitels finden.