Gut verpresst ist perfekt verbunden: Pressformen im Überblick

Das Thema erscheint auf den ersten Blick kompliziert, aber ein zweiter Blick wird zeigen, dass es das gar nicht ist. Der Elektrotechniker sieht sich in seiner täglichen Praxis mit vielen verschiedenen Leitungsarten konfrontiert, die für eine fachgerechte Verarbeitung jeweils unterschiedliche Kabelschuhe und Verbinder erfordern. Ist die Wahl von zueinander passenden Komponenten gefallen, stellt sich die Frage, welche Pressform am ehesten zu einer sicheren Verbindung führt. Je nach Material, Ausführung und Einsatzzweck eignen sich nämlich unterschiedliche Pressformen: 

 

Die Sechskantpressung: für Aluminium und Kupfer

Die Sechskantpressung ist die häufigste Art der Verpressung von Kabelschuhen und Verbindern. Die Sechskantpressung gehört zu den Klassikern unter den Pressformen. Sie wird in der Praxis am häufigsten angewandt, da sie sich sowohl für Kupfer- als auch für Aluminiumleiter eignet. In dieser Pressform werden die Einzellitzen über einen großen horizontalen Bereich verformt.

Erfahren Sie hier mehr über die Sechskantpressung.


Dornpressung: für Aluminium und Kupfer

Die Dornpressung schafft eine dauerhaft sichere und tiefwirkende Verbindung. Die Dornpressung ist eine der wenigen Pressformen, bei denen keine querschnittsabhängigen Presseinsätze nötig sind. Somit kann zum Beispiel mit der Klauke EKM 60 ID ein Pressbereich von 10-240 mm² bei Kupfer und von 50-240 mm² bei Aluminium verarbeitet werden.  

Erfahren Sie hier mehr über die Dornpressung.

 

Die Vierdornpressung: für Kupfer

Der Vorteil der Vierdornpressung liegt in der zentrischen Krafteinwirkung sowie in der einfachen Verarbeitung. Diese Pressform eignet sich für Rohrkabelschuhe und Verbinder mit Querschnitten von 10 mm² bis 300 mm² in Kombination mit Leiterarten der DIN EN 60228-Klassen 2, 5 und 6.

Erfahren Sie hier mehr über die Vierdornpressung.


Die Kerbpressung: für Kupfer

Die Kerbpressung stellt die älteste und vermutlich auch die ursprünglich bekannteste Pressform im Bereich der Elektrotechnik dar. Bis heute wird sie im Schaltschrankbau bis 1 kV angewendet. Sie zeichnet sich durch eine starke punktuelle Verformung des Kabelschuhs aus. Allerdings eignet sie sich aus-schließlich für die Verarbeitung von Kupfer. 

Erfahren Sie hier mehr über die Kerbpressung.